Erfahrungen

Studienreise mit einem klaren Ziel

 

Die Ler(n)ende Euregio hat am 20. und 21. Oktober 2012 zum dritten Mal eine Studienreise für Lehrerinnen und Lehrer im Bereich Mechatronik organisiert. Ziel dieser dritten Studienreise war es, konkrete Kooperationsprojekte zwischen deutschen und niederländischen Schulen vorzubereiten, die im kommenden Jahr (also 2013) in Gang gesetzt werden können.

Albert Kruft, Lehrer am Berufskolleg für Technik in Ahaus, war einer der Teilnehmer der Studienreise Mechatronik, die in Düsseldorf stattfand. Das Berufskolleg in Ahaus hat eine große Mechatronik-Abteilung mit 160 Auszubildenden. "Was mir auffiel, war, dass der Inhalt der Ausbildung nahezu identisch mit dem in den Niederlanden ist. Die Akzentunterschiede liegen bei den jeweiligen Unternehmen, in denen die Auszubildenden ihr Praktikum machen, aber das ist in den Niederlanden auch so." Albert ist froh über das klare Ziel der Studienreise. "Der Inhalt der Mechatronik-Ausbildungen stimmt überein. Das macht die Zusammenarbeit einfach. Außerdem fand ich es nett, festzustellen, dass alle Anwesenden sich für ihre Auszubildenden engagieren. Jeder will den besten Mechatronik-Unterricht für seine Jugendlichen."

 

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Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Ausbildung sind interessant

 

Joop Mestrom, Werkmeister Technik in der Waterfabriek (Wasserfabrik) des Koning Willem I College: "In der Wasserfabrik produzieren Auszubildende des Ausbildungsgangs Operator (Anlagenfahrer) Wasserflaschen und befüllen sie. Sie erhalten Unterricht in einer lebensnahen Umgebung, so dass Theorie und Praxis zusammengehen. Das ist für niederländische Begriffe einzigartig. In Deutschland bekommen Auszubildende hauptsächlich Unterricht in den betrieblichen Ausbildungsstätten der Betriebe, in denen sie arbeiten, da sie im Prozess der Arbeit lernen. Diesen Unterschied in der Art und Weise, wie man ausbildet, fand ich interessant, auch interessant dies während unseres Projekts mit Mechatronik-Auszubildenden des Heinrich-Hertz-Berufskollegs und des Franz-Jürgens-Berufskollegs in Düsseldorf einmal aus der Nähe zu sehen und mitzuerleben. Vor allem die intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft hat mich beeindruckt. Deutsche Auszubildende sind echte Arbeitnehmer und arbeiten vollwertig mit.

Es war interessant zu sehen, wie die Auszubildenden die Unterschiede in der Ausbildung - Mechatroniker ist etwas anderes als Operator - und die Sprachprobleme gemeistert haben."